Konzept zum Gemeinsamen Unterricht

  

Inhalt
 
1.     Vorwort
 
2.     Die Gutenberg-Schule
a)     Zur Situation der Schule
b)    Klassenbildung
c)     Räumliche Situation
 
3.     Voraussetzungen
a)     Klassenzusammensetzung
b)    Zusammensetzung der Fördergruppen
c)     Schulorganisatorische Voraussetzungen
d)    Räumliche Voraussetzungen
e)     Personelle Voraussetzungen
 
4.     Integrative Beschulung
a)     Integrative Lerngruppe
b)   Ziele, Möglichkeiten und Grenzen der Integrativen Lerngruppe im Klassenverband
c)     Geeignete Methoden für die Integrative Lerngruppe im Klassenverband
d)    Möglichkeiten der äußeren Differenzierung
e)     Förderschwerpunkte der sonderpädagogischen Förderung
 
5.     Leistungsbeurteilung
 
6.     Elternarbeit
 
7.     Fortbildungen
 
8.     Das Verstärkungssystem
 
9.     Erfahrungsbericht
 
 
 
1.     Vorwort
Seit dem Schuljahr 2006/07 beteiligt sich die Gutenberg-Schule an dem landesweiten Schulversuch „Gemeinsamer Unterricht behinderter und nicht behinderter Schüler der Sekundarstufe I“.
 
 
2.     Die Gutenberg-Schule
a)    Zur Situation der Schule
Lengerich ist eine westfälische Kleinstadt mit hohem Ausländeranteil – zumeist türkischer, russischer und albanischer Abstammung.
Zurzeit besuchen 260 SchülerInnen die Schule, davon haben etwa 50% einen Migrationshintergrund.
Die Gutenberg-Schule liegt im Einzugsgebiet von vier Grundschulen. Die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SmsF) besuchten z.T. andere und weiter entfernt liegende Grundschulen. An der Gutenberg-Schule bietet sich die einzige wohnortnahe Möglichkeit zur integrativen Förderung im Sekundarbereich.
 
b)    Klassenbildung
Zurzeit haben 8 Schüler den Förderschwerpunkt Lernen und ein Schüler den der geistigen Entwicklung. 8 Schüler besuchen die Gutenberg-Schule seit dem Schuljahr 2006/2007 und 1 Schüler seit dem Schuljahr 2007/2008.
Aufgrund der hohen Zahl der Förderkinder und um eine Stigmatisierung zu vermeiden, wurde beschlossen, zwei Klassen zu bilden. Dabei wurde berücksichtigt, dass die Kinder, die sich aus der Grundschule bereits kannten, zusammen blieben.
In der Klasse 7a befinden sich 4 SmsF und 22 SchülerInnen als Regelschulbesucher. Insgesamt sind es somit 26 Kinder: 15 Jungen und 11 Mädchen.
Die Klasse 7b besteht aus 4 SmsF und 23 SchülerInnen als Regelschulbesucher. Insgesamt sind es 27 Kinder: 15 Jungen und 12 Mädchen.
 
c)     Räumliche Situation
 
Die beiden Siebenerklassen sind in einem separaten Trakt untergebracht. Zu beiden Räumen gehört ein angrenzender Gruppenraum. Im hinteren Bereich eines jeden Klassenraumes ist durch Raumteiler ein gesonderter Platz geschaffen für Differenzierungs- und Spielmöglichkeiten.
Ein weiterer Klassenraum steht im gleichen Trakt als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
Die Sporthalle ist zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar.
 
 
3. Voraussetzungen
 
a) Klassenzusammensetzung
 
Die Klasse 7a wird außer von den SmsF von 22 Jungen und Mädchen besucht, die bis auf wenige Ausnahmen aus der GS Hohne kommen. Somit haben sie bereits Erfahrungen mit integrativer Beschulung in der GS gemacht. Die SmsF sind gut integriert und werden von den anderen voll akzeptiert und bei Bedarf unterstützt.
 
Die Klasse 7b wird außer von den SmsF von 23 Jungen und Mädchen besucht, die aus den Grundschulen Stadtfeldmark, Intrup, Hohne und der GS Stadt kommen. Die SmsF kommen aus Ladbergen. Obwohl sich die Lerngruppen vorher noch nicht kannten, hat sich schnell eine gute Klassengemeinschaft entwickelt.
 
Die Lern - und Leistungsbereitschaft beider Klassen ist im Allgemeinen gut, bezogen auf ihre schulische Leistungsfähigkeit sind beide Klassen heterogen zusammengesetzt.
Bereits vor Beginn des Schuljahres haben die zukünftigen Klassenlehrerinnen mit den abgebenden Grundschulen Kontakt aufgenommen, um sich auf die neue Situation und die neuen Kinder einzustellen. Dieser Kontakt wird weiterhin aufrecht erhalten.
 
b)    Zusammensetzung der Fördergruppen
 
Die Fördergruppe der Klasse 7a setzt sich wie folgt zusammen: 1 Mädchen und 3 Jungen mit sonderpädagogischem Förderbedarf – alle Kinder im Bereich Lernen. Alle Schülerinnen und Schüler haben zuvor die Grundschule in Hohne besucht. Das Leistungsniveau der SmsF in den einzelnen Bereichen variiert stark.
 
Die Fördergruppe der Klasse 7b besteht aus 3 Mädchen und einem Jungen, von denen 3 Kinder im Bereich Lernen und eine Schülerin im Bereich geistiger Entwicklung gefördert werden. Die Kinder stammen alle aus der Grundschule Ladbergen.
 
c)     Schulorganisatorische Voraussetzungen
 
Die Gutenberg-Schule ist eine Hauptschule in Ganztagsform.
Der Unterricht findet statt in der Zeit von 8.20 bis 13.30 Uhr.
An 3 Tagen in der Woche endet der Unterricht um 15.50 Uhr.
Im Nachmittagsunterricht wird Unterricht in musischen Fächern und im Förderunterricht erteilt sowie AGs angeboten. In der Mittagspause haben die Schüler die Möglichkeit, eine warme Mahlzeit einzunehmen.
 
Die Klassen werden nach der Stundentafel der Hauptschule unterrichtet. Ziel ist es, dass der Unterricht weitestgehend im Klassenverband (Teamteaching) gehalten wird.
 
Im Fach Mathematik erhalten 4 SmsF gesonderten Mathematikunterricht, der ihrem Leistungsvermögen angepasst ist. Alle anderen Fächer werden mit innerer – und nach Bedarf äußerer – Differenzierung und häufigem Methodenwechsel im Klassenverband unterrichtet.
 
 
d)    Räumliche Voraussetzungen
 
Beide Klassenräume sind mit Zweiertischen ausgestattet. Die Anordnung der Tische entspricht im Wesentlichen der Form eines Hufeisens. Nach der Erprobung unterschiedlicher Sitzordnungen hat sich diese Sitzordnung als die flexibelste herausgestellt, insbesondere der Platz in der Mitte bietet sich als Raum für Darbietungen und Ergebnispräsentation sowie der Würdigung von Schülerergebnissen geradezu an.
Eine Besonderheit dieser Klassenräume ist die durch Trennregale abgeteilte Ecke in der Klasse. Dort haben die Schüler die Möglichkeit, sich zurückzuziehen und aus dem vielfältigen Angebot an Lernspielen und Materialien, wie z.B. Nachschlagewerke, Bücher, Puzzle und andere Spiele zu wählen. Bei der Auswahl der Materialien wurde besonderer Wert darauf gelegt, möglichst viele Sinne anzusprechen und das soziale Miteinander zu fördern. Des Weiteren befindet sich dort für jeden Schüler ein Ordner mit Material für Freiarbeit in verschiedenen Fächern. Zusätzlich verfügt jede Klasse über ein großes Regal mit Fächern für jeden Schüler.
Bei der gesamten Gestaltung wurden Ideen der Schüler umgesetzt. Die Räume bieten ausreichend Platz, um die zahlreichen Arbeitsergebnisse der Schüler auszustellen.
 
In den angrenzenden Gruppenräumen befinden sich mehrere Zweiertische, die genügend Ausweichmöglichkeiten bieten. Hauptsächlich werden diese Räume für die äußere Differenzierung im Englisch- und Mathematikunterricht genutzt. Es hat sich aber herausgestellt, dass auch die anderen Kinder diese Räume gern zur Still- und Gruppenarbeit nutzen.
Geplant ist, in beiden Gruppenräumen eine Computerecke mit spezieller Software (Lernprogramme) für die SmsF einzurichten.
 
e)     Personelle Voraussetzungen
 
Beide Klassen verfügen über eine Klassenlehrerin, die möglichst viele Fächer abdeckt. Ihnen zur Seite stehen jeweils ein(e) Sonderpädagoge/in, der/die mit 10 bzw. 12 Stunden von der Astrid-Lindgren-Schule (Förderschule) in Lengerich abgeordnet ist. Ergänzt wird das Team durch jeweils eine Kollegin, die eng mit der Klassenlehrerin und den Fachlehrern zusammenarbeitet.
Es war das Ziel, die Klasse mit möglichst wenig verschiedenen Fachkollegen zu versorgen, damit eine enge persönliche Beziehung zwischen Lehrern und Schülern aufgebaut werden kann. Zudem vereinfacht dies die Kommunikation zwischen den Fachkollegen und erleichtert das fächerübergreifende Arbeiten. Zur besonderen Betreuung der geistig behinderten Schülerin steht eine Integrationshelferin zeitweise zur Verfügung. Außerdem hat der Schüler der Klasse 6a eine ständige Integrationshelferin an seiner Seite. In allen Stunden ist mindestens eine Doppelbesetzung gewährleistet. Die Stunden, in denen die Sonderpädagogen nicht zur Verfügung stehen, werden überwiegend von den beiden o.g. Kolleginnen als zweite Kraft abgedeckt.
Obwohl der Wechsel von der Grundschule zu einer Hauptschule mit Ganztagsbetrieb eine große Umstellung für die Schüler bedeutet hat, entsteht der Eindruck, dass die Schüler sich schnell eingelebt haben und sich sehr wohl fühlen, nicht zuletzt aufgrund des rhythmisierten Schulalltags und der gemeinsamen Mittagspause.
Einmal wöchentlich findet eine Teamsitzung statt, an der die beiden Klassenlehrerinnen und die beiden Sonderpädagogen teilnehmen. Diese Zeit reicht jedoch bei Weitem nicht aus, um alles zu besprechen, was für eine gute Zusammenarbeit im Team notwendig ist. Zusätzlich finden regelmäßige Absprachen zwischen den Fachlehrern und den Sonderpädagogen statt.
 
 
4. Integrative Beschulung
 
Der Grundgedanke der integrativen Beschulung besteht darin, dass die Förderkinder soviel wie möglich im Klassenverband und soviel wie nötig im Differenzierungsraum unterrichtet werden, mit dem Ziel, dass alle Schüler der Klasse nach ihren Möglichkeiten gefördert und gefordert werden.
 
a) Integrative Lerngruppe
 
Integrative Lerngruppe bedeutet, dass SmsF zieldifferent unterrichtet werden. Durch die den Schülern zustehende sonderpädagogische Förderung und die besondere Situation der Doppelbesetzung wird ihnen ermöglicht, weitestgehend am Unterricht der Regelklasse teilzunehmen. Dies ermöglichen Maßnahmen der inneren und äußeren Differenzierung. Hier ist immer die individuelle Unterstützung der Förderkinder oder anderer schwacher Schüler von Bedeutung.
 
b) Ziele, Möglichkeiten und Grenzen der Integrativen Lerngruppe im Klassenverband
 
Ziel der Integrativen Lerngruppe ist es, dass die SmsF sozial in die Klassengemeinschaft integriert werden. Sie müssen sich in dieser Gemeinschaft wohl fühlen, damit sie Schulfreude und Lernmotivation aufbauen und festigen können. Insgesamt sollte der Unterricht so gestaltet werden, dass selbstständiges, soziales und eigenverantwortliches Lernen ermöglicht wird.
Aus der Konfrontation mit der Andersartigkeit kann die Bereitschaft der Toleranz und Akzeptanz des Anderen erwachsen. Alle Beteiligten können miteinander und voneinander lernen. Es erfolgt eine Förderung aller Schüler gemäß ihrer individuellen Lernvoraussetzungen, d.h. alle Kinder lernen niveaudifferenziert am gleichen gemeinsamen Lerngegenstand.
Die Schüler werden zieldifferent gemäß den Richtlinien der ihnen entsprechenden sonderpädagogischen Schwerpunkte unterrichtet. Daraus ergeben sich besondere Grenzen für die gemeinsame Unterrichtsgestaltung. Eine weitere Notwendigkeit zur Differenzierung ergibt sich daraus, dass die Förderkinder teilweise mit dem Stundenraster überfordert sind und zwischendurch Erholungsphasen benötigen. Hinzu kommt, dass sie oftmals längere Zeitabschnitte benötigen, um an den für sie wichtigen Themen zu arbeiten. Deshalb werden für die SmsF individuelle Förderpläne erstellt. Außerdem bedürfen sie in der Schule einer besonderen Obhut und eines überschaubaren Bezugsrahmens. Als besondere Hilfen hierfür sind die Rhythmisierung des Schultags sowie die Betreuung auf den Schulwegen zu nennen.
 
c) Geeignete Methoden für die Integrative Lerngruppe im Klassenverband
 
Alle Methoden, die eine Binnendifferenzierung ermöglichen, eigenen sich in besonderem Maße, wie z.B. Stationenlernen, Projektunterricht, Wochenplanarbeit und Freiarbeit.
Beim Stationenlernen wird den Schülern themengleiches Material in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und Umfang bereitgestellt, um ein individuell angemessenes Arbeiten zu ermöglichen.
Mit der Methode des projektorientierten Arbeitens werden die unterschiedlichen Talente und Vorlieben der Schüler gefordert, indem sie ihren Fähigkeiten entsprechend zur Aufgabenlösung beitragen. Bei der Gruppenzusammensetzung muss darauf geachtet werden, dass die Mitglieder untereinander sich bestmöglich unterstützen können. So sind auch die Förderkinder in der Lage, einen ihnen entsprechenden wichtigen Beitrag zu liefern.
Die Wochenpläne werden für die Förderkinder individuell nach deren Leistungsstand zusammengestellt. Thematisch sind alle Wochenpläne aneinander angeglichen.
Im Rahmen der Freiarbeit erhalten die Schüler ein reichhaltiges Materialangebot. Dieses sollte alle Sinne ansprechen und das unterschiedliche kognitive Niveau der Schüler berücksichtigen. Dadurch, dass unterschiedliche Entscheidungsmöglichkeiten angeboten werden, wird das selbstständige Lernen der Schüler gefördert.
Durch unterschiedliche Sozialformen wie z.B. Gruppen- und wechselnde Partnerarbeit sollen die Schüler gegenseitiges Helfen, Loben, Kommentieren und den gegenseitigen Respekt voreinander als notwendig erfahren.
In Phasen des gelenkten Unterrichtsgesprächs ist darauf zu achten, die Förderkinder mit geeigneter, vereinfachter Fragestellung am Gespräch und am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen.
Indem die Schüler die Möglichkeit haben, bei ausgewählten Materialien ihre Ergebnisse selbst zu überprüfen und Stellung zu den Arbeitsergebnissen anderer zu nehmen (z.B. im Stuhlkreis), lernen sie Eigenverantwortung. Die Eigenverantwortung wird auch gefördert dadurch, dass die Schüler am Ende jeder Stunde ihr Sozialverhalten und ihre Unterrichtsbeteiligung mittels eines Punktesystems selbst einschätzen. Bei Erreichen einer festgelegten Tagespunktzahl werden sie durch eine gemeinsame Unternehmung belohnt.
Das Einhalten von Regeln wird zusätzlich im „Magic Circle“ von der Beratungslehrerin der Schule mit den Schülern trainiert. Dadurch lernen sie, sich fair ihren Mitschülern gegenüber zu verhalten.
Der Einsatz von musischen Elementen (z.B. Phantasiereisen, Entspannungsmusik…) hat sich in vielen Bereichen als förderlich erwiesen.
 
d)    Möglichkeiten der äußeren Differenzierung
 
Schon bald nach Beginn des Projektes wurde deutlich, dass es sinnvoller war, einige Förderkinder in Mathematik und Englisch separat zu unterrichten, da sie im Klassenverband nicht adäquat gefördert werden konnten. Während dieser Stunden befindet sich die Fördergruppe im Differenzierungsraum.
Zwei Förderschüler der Klasse 7a sind aber in der Lage, am Regelunterricht in Mathematik teilzunehmen.
Im Fach Deutsch und in allen anderen Fächern werden die Schüler beider Klassen im Klassenverband unterrichtet und erhalten, je nach Bedarf, Zusatzmaterialien oder differenziertes Material. Im Stundenplan fest verankert sind Ergänzungsstunden sowie Förderstunden im Nachmittagsbereich, in denen alle Schüler, besonders aber die SmsF, den behandelten Lernstoff festigen.
 
e)     Förderschwerpunkte der sonderpädagogischen Förderung
 
Im Anhang befindet sich die Vorlage des Förderplans der Mittelstufe, der die Ausrichtung der sonderpädagogischen Förderung darstellt. Hier werden Schwerpunkte in den Bereichen Wahrnehmung, Motorik, kognitive Fähigkeiten, Verhalten, Mathematik und Deutsch aufgeführt.
 
 
5. Leistungsbewertung
 
Die Leitungsbewertung erfolgt nach den Richtlinien der Förderschule. Dies bedeutet, dass keine Noten gegeben werden sondern vielmehr die Leistungen beschreibend dargestellt werden. Dabei orientiert sich die Beurteilung grundsätzlich an den Stärken der Schüler.
 
 
6. Elternarbeit
 
Die Eltern hatten schon im Vorfeld Gelegenheit, sich über die Arbeit an der Gutenberg-Schule auf einem „Tag der offenen Tür“ im Januar und bei einem Informationsabend zusammen mit ihren Kindern zu informieren.
Am ersten Schultag konnten sich alle Beteiligten bei einem gemeinsamen Frühstück näher kennen lernen.
Diese Kontakte wurden vertieft während eines Kennlern-Nachmittages mit Schulrallye, Spielangeboten sowie Grillen und einem von den Eltern gestifteten Büfett.
Auf Anregung aus Elternkreisen entstand in der Klasse 7a ein Elternstammtisch zum Erfahrungs- und Informationsaustausch.
Als äußerst sinnvoll haben sich Elternsprechtage im Team (Klassenlehrerin, beteiligte Kollegin und Sonderpädagoge) erwiesen.
 
 
7. Fortbildungen
 
Die in diese Maßnahme eingebundenen Lehrerinnen und Sonderpädagogen
sind Mitglieder folgender Arbeitskreise:
 
-         Regionaler Arbeitskreis
Integrative Lerngruppen/Sonderpädagogische Fördergruppen Sek. I
Regierungsbezirk Münster
 
-         Arbeitskreis GU des Kreises Steinfurt
 
 
8. Das Verstärkungssystem
 
Punktesystem in den integrierten Lerngruppen der Gutenberg-Hauptschule
 
Das grundsätzliche Ziel des Punktesystems ist es, dass positives Verhalten erreicht werden soll. Dies soll durch eine positive Verstärkung des angemessenen Verhaltens erreicht werden. Somit wird verhindert, dass sich die Lehrkräfte vermehrt mit unerwünschtem Verhalten beschäftigen müssen. 
Konkret sieht das System wie folgt aus:

-         In den Klassen ist ein zentrales Verhaltensprotokoll (eine Punkteliste) für die Schülerinnen und Schüler installiert. Es protokolliert das positive Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten.

-         In jeder Stunde kann jede Schülerin und jeder Schüler drei Punkte erreichen.

-         Auch der Fachunterricht wird mit Hilfe des Verhaltensprotokolls einbezogen.

-         Bei der Reflexion des Verhaltens für die Punktevergabe werden die Schülerinnen und Schüler mit einbezogen, indem sie ihr Verhalten möglichst selbst einschätzen. Wichtig ist, dass die Lehrkräfte hierbei das positive Verhalten in den Mittelpunkt der Reflexion stellen.

-         Aus der Summe der erzielten Punkte ergibt sich dann, ob ein Schüler einen Tagespunkt erreicht hat. So müssen zum Beispiel an einem Unterrichtstag mit sechs Stunden (und somit 18 möglichen Punkten) mindestens 15 Punkte erreicht sein, um einen Tagespunkt zu erhalten.

-         Der erzielten Tagespunkte werden im Klassenraum für alle einsehbar dokumentiert.

-         In regelmäßigen Abständen werden sogenannte „Punkteaktionen“ durchgeführt. Dies sind für die Schülerinnen und Schüler interessante Angebote wie zum Beispiel „Spielstunden“. Nur die Schülerinnen und Schüler, die über genügend Tagespunkten verfügen, dürfen an dieser Aktion teilnehmen. Dabei ist es wichtig, dass die dafür notwendige Punktzahl zu Beginn des Geltungszeitraums bekannt gegeben wird.
 
 
9. Erfahrungen nach einem Jahr Integrativer Lerngruppe
 
Es ist angedacht, die Arbeit in den Klassen mit Integrativen Lerngruppen am Ende eines jeden Schuljahrs zu evaluieren.
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